Velvet Greyhounds

Fernsehen und Rennen am 2. Oktober 2010 in Landstuhl

Am 2. Oktober 2010 waren wir in Landstuhl zum Nationalen Rennen. Wir wurden an diesem Tag begleitet vom SAT-1 Fernsehteam, das für die Sendung "PLANETOPIA" mit der Kamera unterwegs war.


Die Wetterprognose sagte vom Vorabend bis zum Tag des Rennens Dauerregen voraus - wir machten uns am Morgen des 2. Oktober 2010 auf nach Landstuhl, in der Hoffnung, daß es es südlich des Mains weniger verregnet war als im Taunus, wo wir leben ...

Carlos und der Kameramann

Der Kameramann des SAT 1-Teams war an diesem Tage mit Carlos beschäftigt und die beiden fanden sichtlich aneinander Gefallen. Das Wissensmagazin "PLANETOPIA" hat für diese Sendung die sechs schnellsten Tiere unter die Lupe bzw. vor die Linse genommen, wozu u.a. gehören: Falke, Seelöwe, Gepard, Greyhound und die Küchenschabe !
... nach morgendlichem Dauerregen wurden die Greyhound-Vorläufe erst einmal gestrichen und bei Wetterbesserung in Aussicht gestellt, daß alle Greyhounds am Nachmittag, wenn die Bahn etwas trockener geworden war, einen Lauf machen könnten / durften, nach dem dann die Finalplätze gesetzt wurden.

Frau Funda Dogan, Redakteurin von PLANETOPIA, und ihr Kamerateam nutzten die Zeit, um Carlos und seine Mutter Borboletta näher kennenzulernen bzw. vor die Linse zu bekommen, wie zum Beispiel beim Aufwärmen, Warmlaufen etc.
Wenn man bedenkt, daß wir den ganzen Tag auf den Beinen waren, insgesamt drei Stunden Filmmaterial aufgenommen wurde, wovon letztendlich für die Sendung lediglich 3 - 4 Minuten übrig bleiben werden, begreift man erst, wie aufwendig so etwas ist - abgesehen mal von den Kosten für das Fernsehteam, Anreise etc.

Und was ist, wenn das Schiedgericht entscheidet, daß die Bahn für die schnellsten Windhunde, die Greyhounds, am Nachmittag aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse doch nicht sicher genug ist und kein Greyhound-Lauf zustande kommt ?

12.00 Uhr Schiedsgerichtsentscheidung:

Gemeldet waren insgesamt 23 Greyhounds aus der Schweiz, Belgien, Niederlande und Deutschland. Carlos startete auf der Sprintstrecke (290m), auf der acht Rüden gemeldet waren.

Um 12.00 Uhr verkündete dann das Schiedsgericht: Der Regen hatte aufgehört und die Bahn war in einem auch für die Greyhounds guten Zustand, die Kurven seien wieder "rutschfest" und man könne um 14.30 Uhr die Finalläufe ziehen, wie gesagt, alle Greyhounds bekämen einen Lauf, wonach sie auf die Finalplätze gesetzt würden.

Diese Entscheidung war nachvollziehbar und fand bei den Greyhoundbesitzern großen Anklang.

3. Platz für Carlos im A-Finale

Carlos lief die drittbeste Zeit in seiner Konkurrenz des Tages und landete dementsprechend auf Platz drei. Wir waren dankbar für die vernünftige Schiedsgerichtsentscheidung, die Greyhounds nur einmal laufen zu lassen, unter der Voraussetzung, daß die Bahn in einem für Greyhounds akzeptablen Zustand war. Dank dieser Schiedsgerichtsentscheidung gab es sicherlich auch keine nennenswerten Verletzungen.

1. Geordie Blue, Bes. Humbs, 17,84 Sek.

2. I'm Sweet But Fast v. Hörcherberg, Bes. Schwarz, 17,95 Sek.

3. Velvet's Carlos Santana, Bes. Rediske, 18,01 Sek.

4. Incredible v. Hörcherberg, Bes. Bernhardt, 18,34 Sek.

5. Ecstasy Leaders, Bes. Hofmann, 18,39 Sek.

6. Harri v. Hörcherberg, Bes. Bernhardt, 18,40 Sek.

Am Endes des Tages: augenzwinkernder Kameramann

Man soll den Tag nicht vor dem Abend schlecht reden: was am Morgen des 2. Oktober 2010 noch schier unmöglich schien, war am Nachmitttag nun doch möglich gewesen, denn die Regenwolken rissen ab dem Mittag auf und so konnten die Greyhounds dann doch noch laufen. Das sorgte natürlich für allseits fröhliche Gesichter, nicht zuletzt auch beim SAT1-Kamerateam.

Müder Carlos - guter Greyhound !

Gelernt haben wir viel an diesem Tag, auch mal wieder, wie wichtig es ist, Geduld zu haben und keine schlechte Laune zu bekommen, wenn alles schief zu gehen scheint. Wir haben Frau Dogan und ihr Fernsehteam versucht, bei Laune zu halten, gut gegessen und die Kameraleute haben allerhand interessante Sachen über ihre tagtägliche Arbeit erzählt und sie waren sehr dankbar, als es ausnahmsweise bei diesem Dreh in Landstuhl mittags Schweinebraten, Rotkohl und Klöße gab, wo sie doch oftmals 10 - 12 Stunden drehen und nicht einmal eine Tasse Kaffee angeboten bekommen (nach eigenen Aussagen!).

Vielen Dank nochmal an den gastfreundlichen Landstuhler Windhundrennverein, es hat uns gut gefallen bei Euch und nochmals vielen Dank auch im Namen des SAT1-Fernsehteams für Speis und Trank ! Wir haben uns alle super wohl gefühlt bei Euch trotz des etwas zu feuchten Wetters !!!

... und zum Abschied ...

... noch kurz ein paar zitierte Worte des Kameramanns: "Wußte gar nicht, daß es so einen interessanten Sport so ganz vor der Haustür gibt. Sind wirklich tolle Hunde, diese Windhunde, alle durch die Bank. Die Wahnsinnigsten sind anscheinend die Whippets - hmmm - zumindest die Lautesten. Aber auch die Afghanen und die Salukis sind faszinierend. Warum wird dieser Sport eigentlich nicht viel mehr publik gemacht ? Wenn ich jetzt nach diesem langen Drehtag mit vollem Bauch und gutem Filmmaterial nach Hause fahre wird mir heute abend, wenn ich zu Hause bin, etwas fehlen: die Windhunde."

Danke, daß Ihr da ward, Funda Dogan & Team, und uns gefilmt habt, wir freuen uns auf ein Wiedersehen, denn man trifft sich immer zweimal im Leben !

... wieder was gelernt ...

War ein zugegebemermaßen ungewöhnlicher Renntag für ALLE Beteiligten - insbesondere auch für Carlos, der ja den ganzen Tag (mit einigen Unterbrechungen) gefilmt wurde, was ihn aber trotzdem nicht aus der Ruhe brachte. Im Gegenteil, er fand großen Gefallen an seinem eintägigen Protagonisten-Dasein und scheute keinen Moment den Anblick der bombastisch großen Kamera - sicherlich auch weil ihm der Mensch, der sie trug und bediente, sehr zugetan war.