6. Juni beim Internationalen Rennen in Hünstetten
Am Tag nach der Jahresausstellung folgte der Internationale Windhundrennen, es waren insgesamt 180 Windhunde gemeldet, davon alleine fast 60 (!!) Greyhounds. Eine Greyhound-Rekordmeldezahl in diesem Jahr von allen bisher veranstalteten Rennen in Deutschland. Zahlen sprechen für sich, vor allem diese Meldezahl spricht für die immer bestens präparierte Rennbahn im Taunus.
Drei Fahnen wehen im Sommerwind ...
![]() |
Windhund-Arena morgens um 8.45 Uhr
![]() |
Whippet-Senioren laufen zuerst
![]() |
![]() |
Lauf Nr. 11: Leslie läuft unter blauer Renndecke
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
1. Callybarry in 16,89 Sek.
2. Leslie in 17,19 Sek.
3. Breeze in 17,26 Sek.
Leslie hatte von insgesamt 16 Teilnehmerinnen die zehntbeste Vorlaufzeit, startet somit im B-Finale.
Die gesamten Ergebnisse dieser Veranstaltung können auf der Homepage des DWZRV unter "Ergebnisse Rennen" gelesen werden.
Dank an Claudia Hoppe für diese Fotos !!!!
Lauf Nr. 14: Carlos startet unter gelb
![]() |
weitere Starter in diesem Lauf sind:
Geordie Blue (weiß)
Saruman v. Monarchenhügel (schwarz)
Incredible vom Hörcherberg (blau)
![]() |
![]() |
![]() |
1. Carlos Santana 16,93 Sekunden
2. Geordie Blue 16,98
3. Saruman 17,01
4. Incredible 17,25
Carlos lief von 15 Rüden die viertbeste Vorlaufzeit und startet somit im A-Finale unter schwarz.
Zwischen den Läufen ...
![]() |
Finallauf Whippet Senioren
![]() |
![]() |
![]() |
B-Finale Hündinnen 280 m: Leslie startet unter schwarz
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
.... endlich am Ziel.....
![]() |
A-Finale Rüden 280 m: Carlos startet unter scharz
![]() |
![]() |
![]() |
Sechs Sprinter auf der Startgerade
![]() |
rot: Xerxes v. Märchenland
blau: Kaboca's Boomerang
weiß: Leaders Extasy
schwarz: Carlos Santana
gelb: Saruman von Monarchenhügel
streifen: Geordie Blue
Das Gleiche aus anderer Perspektive
![]() |
![]() |
![]() |
... die gefürchtete erste Kurve .....
![]() |
![]() |
Ergebnis Rüden A-Finale 280 m:
![]() |
1. Xerxes in 16,55 Sek.
2. Kaboca's Boomerang in 16,75 Sek.
3. Leaders Extasy in 16,92 Sek.
4. Velvet's Carlos Santana in 17,19 Sek.
5. Saruman v. Monarchenhügel in 17,24 Sek.
6. Geordie Blue in 17,39
![]() |
... und ein Danke für Eure Hilfe ....
![]() | Treue und fleißige Helferin in allen Windhundangelegenheiten: Dagmar Hahn. |
Die anderen Finalläufe waren natürlich genauso spannend wie das, in dem Carlos und Leslie liefen, nur leider fing es vor dem allerletzten Lauf so stark an zu regnen, daß die Siegerehrung buchstäblich ins Wasser fiel - somit gibt es keine vernünftigen Fotos davon.
![]() |
Fazit dieses Marathon-Wochenendes
Es war wieder einmal ein super tolles, anstrengendes, lehrreiches und trotz allem auch nettes Wochenende. Die Ausstellung war im Gegensatz zum Rennen natürlich eine wirklich entspannende Veranstaltung, es waren viele schöne Hunde da und für mich war es besonders schön, wieder einmal viele lang bekannte liebe Freunde zu treffen.Das Rennen war Hochspannung von morgens um 9.00 Uhr bis nachmittags um 17.00 Uhr - ohne Pause und Unterbrechung. Konzentration, Aufmerksamkeit und natürlich die ständige Sorge um nicht zu hohe Temperaturen für die Hunde waren für mich Priorität Nr. 1.
Püppi als älteste Teilnehmerin in ihrem Feld, natürlich immer unter Starkstrom vor dem Start, sie muß fernab des Trubels warmgelaufen werden, sonst ist sie schon völlig fertig, bevor das Rennen losgeht - halt eben ein richtiger Whippet.
Leslie auch nicht gerade die Ruhigste vor dem Start, sehr angespannt und muß wesentlich länger vorbereitet und warmgelaufen werden als Püppi.
Carlos der äußerlich Ruhigste von den Dreien - aber der Schein trügt ! Auch er hochsensibel, bringt 37 kg auf die Waage und muß dementsprechend lange aufgewärmt werden, bis er wohl temperiert ist.
Und das alles bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 30 Grad und wenig schattigen Wegen, um die Hunde vorzubereiten.
Ach ja, Elektrolyte natürlich nicht vergessen, denn bei diesen Temperaturen trinken die Hunde oft nicht genug (man selbst ja auch nicht genug), aber als Athlet ist es halt noch viel wichtiger, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, also bekommen es meine Hunde immer so verabreicht, daß sie's auch wirklich zu sich nehmen, nämlich direkt in die Schnauze.
Jeder Hund ist natürlich anders, und so war es wieder mal ein interessante Erfahrung, mit drei völlig unterschiedlichen Windhundcharakteren wettkampfmäßig unterwegs zu sein. Ich bin sehr stolz auf meine drei kleinen Athleten, genauso wie auf die Daheimgebliebenen, die auch mal im Rampenlicht gestanden haben vor nicht allzu langer Zeit. So ein Hundeleben ist schließlich schnell gelebt - wie auch schnell gelaufen. Die prinzipielle Entscheidung, ob ein Hund Rennen laufen soll oder nicht, habe ich bis heute nicht getroffen und jedes Mal, wenn ich den Weg zum Startkasten mit den Hunden antrete frage ich mich, ob's denn wirklich wichtig ist. Wenn ich dann in die Hundegesichter schaue, bekomme ich die Antwort. Die Verletzungsgefahr bleibt natürlich immer präsent, ich versuche sie jedoch zu verdrängen und bin froh, wenn das Rennen vorbei ist.
Der völlig verregnete Abend nach dem Rennen brachte dann die Abkühlung und im Festzelt saß ich dann noch mit Dagmar, Winfried und anderen alten und neuen Windhundfreunden lange zusammen und es wurde dann so richtig gemütlich und ich merkte, daß ich dann langsam wieder anfing, herzhaft zu lachen. Erst als die Anspannung des Tages vorbei war - und nicht umsonst sage ich immer: Am Schönsten ist es, wenn's vorbei ist - das Rennen - und die Hunde gesund und müde gerannt im Auto schlafen. Eigentlich irgendwie ja eigenartig - aber ich empfinde es so.
Hünstetten macht's immer wieder möglich: ein bis an den Rand vollpacktes, durchorganisiertes Windhundwochenende, an dem wir alle zu guter Letzt lachend im strömenden Regen irgendwo unter einer Plane sitzen und einen richtig tollen Abend haben - wie in alten Zeiten halt ! Alles hat wirklich gut geklappt, Hunde sind heile geblieben und der Regen kam in diesem Jahr ausnahmsweise mal hinterher (nicht schon am Morgen !)
Die Organisation der Ausstellung, das entsprechende abendliche Festprogramm und das Rennen am nächsten Tag - da hat wieder mal alles bis auf's I-Tüpfelchen gestimmt. Wir haben uns rund herum wirklich wohl gefühlt !