Velvet Greyhounds

Velvets Cosmopolitan beim Training in Hünstetten

Ein junger Grey, der an die Rennbahn gewöhnt wird, muß erst einmal die Kurven laufen lernen. So auch Leslies und Carlos Bruder "Velvet's Cosmopolitan". Wo und wie kann man das am besten ? Natürlich in Hünstetten auf der Rennbahn, zusammen mit der Familie, denn auch Leslie und Carlos mußten ja auch erstmal die Kurven laufen lernen.


Mit viel Geduld und kompetenter Beratung wurde Karin Prinz, Ceddys Besitzerin, vom Team des WRU Hünstetten, an die Ausbildung ihres jungen Athleten herangeführt. Der Weg vom Junghund zum ausgebildeten Rennhund ist lang - ebenso wie die Anfahrt von Karin Prinz nach Hünstetten: 250 km eine Strecke ! Und viele fragen sich da: so ein weiter Weg, nur um den Hund einmal um die Bahn laufen zu lassen ? Was für den Zuschauer eines Windhundrennens so einfach und easy aussieht, verbürgt in Wahrheit viele unzählige Stunden Vorbereitung, Geduld, Training und - ach ja, - das Wichtigste: da steht ja am Anfang auch noch eine Kiste (Startkasten), in die der Rennhund bei Lizenzabnahme freiwillig und gerne gehen muß, bevor er am Renngeschehen teilnehmen kann.


Das alles ist zu bedenken und nur durch viel Übung und Geduld wird man am Ende der Ausbildung eines jungen Rennhundes mit Erfolg belohnt. Auf der anderen Seite ist natürlich auch die Unterstützung eines Rennvereins wichtig, an den man sich jederzeit mit Fragen wenden kann - das Team des WRU Hünstetten war auch für Karin und ihren Ceddy unterstützend präsent, als es nach wochenlangem Kurventraining nun im August zum ersten Mal hieß: der erste Lizenzlauf für Ceddy !

Der erste Lizenzlauf für Ceddy

Karin Prinz und Velvet's Cosmopolitan, genannt "Ceddy", beim Warmlaufen vor dem Rennen. Ein wenig nervös waren wir alle schon, wußten wir doch nicht genau, ob Ceddy ohne Mucken in den Startkasten gehen würde, sich nicht versuchen würde dort drin zu drehen usw. Karin und ihre Schwester Christine Prinz sind selbst passionierte Marathon-Läuferinnen - was für einen passenderen Hund als einen Windhund hätten sie sich aussuchen können ? Für Karin ist Ceddy der allererste Greyhound - sie hat sich IHREN Hund ausgesucht, denn er paßt sowohl physisch als auch mental zu ihr ! Ich bin froh, daß Ihr zwei zueinander gefunden habt !!!
Der Solo-Lizenzlauf ist auf der Bahn: Ceddy ist ohne Probleme in den Startkasten gegangen und startet problemlos seinen allerersten Lizenzlauf. Im Hintergrund Karin und unser Berater in Sachen "Startkastentraining", was wir wochenlang vorher und immernoch zwischendurch mit allen Junghunden in Hünstetten immer wieder auffrischen. Danke Bernd Riedel (technischer Leiter des Windhundrennvereins Hünstetten) für Deine Hilfe in diesem Sommer !
... der Start in die Kurve ...











Aller Anfang ist schwer: Erleichterung nach dem ersten "Test". Um eine Rennlizenz zu erwerben muß jeder Rennhund 4 Lizenzläufe absolvieren, wobei zuerst zwei Sololäufe gemacht werden müssen, danach zwei Gruppenläufe mit mindestens zwei weiteren, möglichst gleichschnellen Hunden. Ceddy hat heute seinen ersten von insgesamt vier Lizenzläufen "bestanden". Danke für die Geduld und Mühe, Karin, die Du jedes Wochenende bewiesen hast, um zu uns nach Hünstetten zu kommen ! Die Zeit und Arbeit hat sich aber gelohnt !

... immer wieder zwischendurch ....

... wird das Laufen durch den Startkasten geübt, denn es muß in Fleisch und Blut übergehen, ohne daß der Hund Angst davor haben darf. Karin läuft mit dem Hasenfell voraus, Ceddy wartet im geschlossenen Kasten, bis dieser geöffnet wird.
Wenn der Hase weit genug vom Startkasten entfernt ist, wird die Startkastenklappe geöffnet und Ceddy hat gelernt, daß der Kasten immer nur vorne aufgeht, so daß er sich nicht versucht zu drehen.






Am Ende Ende der Startgerade darf Ceddy das Häschen schütteln - denn auch die Hasenschärfe wird bei jedem Lizenzlauf bewertet.

... und das Brüderchen darf auch nochmal üben

Christine Prinz hat sich bereit erklärt, den Hasen für Carlos zu ziehen.





... und auch Carlos packt sich seine Beute ... Danke Christine für Deine tatkräftige Hilfe !

... und die Mama rennt zum Schluß auch ihre Runde....

Borboletta beim Start - sie hat heute im Alter von fast sieben Jahren noch immer die gleiche Rennpassion wie mit zwei Jahren. Aber Vorsicht ist mit einem "älteren" Rennhund geboten, denn ab ca. sechs Jahren steigt das Verletzungsrisiko der Sehen, Bänder und Muskeln. Daher ist es umso wichtiger, die Hunde vor dem Lauf gut warm zu laufen - dies gilt natürlich für junge und ältere Hunde gleichermaßen !

... mit einem riesengroßen Lächeln im Gesicht: Borboletta "zu Hause" auf ihrer Rennbahn in Hünstetten.


Ein Dankeschön an Familie Prinz

Die gesamte Familie Prinz war an diesem Tage von Göppingen (Baden Württemberg) nach Hünstetten angereist, um Ceddy und Karin zu helfen. Mein Dankeschön geht an dieser Stelle an Karin Prinz, nicht "nur" weil Du in den vergangenen Monaten mindestens 8 x die enorme Fahrstrecke von Göppingen nach Hünstetten auf Dich genommen hast, damit Dein Hund "laufen" lernt, sondern vor allem für Deine liebevolle Pflege und Fürsorge, die Du Ceddy tagtäglich zukommen läßt - ein weiterer großer Dank geht an Eure Mutter, Frau Prinz, die sich jeden Tag wenn Ihr aus dem Haus zur Arbeit geht, um diesen Hund rührend kümmert, sowie an Christine und Euren Bruder Rudi, die auch beide in jeder freien Minute mit Ceddy beschäftigt sind. Nun denkt man wahrscheinlich: soviele Menschen sind mit einem einzigen Hund beschäftigt, aber Ceddy ist nicht als einziges Haustier in diesem Familienhaushalt, denn er ist in bester Gesellschaft eines Graupapageis namens COCO ! Kaum zu glauben, aber die beiden sind unzertrennlich ! (v.l.n.r.) Frau Prinz, ich, Karin Prinz, Klaus Bayer (mein täglicher Assistent in Sachen "Windhund") sowie Christine Prinz (unsichtbar: der Fotograf: Rudi Prinz, der übrigens die gesamte Fotoreihe dieses und vieler anderer Tage geschossen hat - vielen Dank dafür, Rudi !!!) Und die Vierbeiner in gleicher Reihenfolge: Summer Love Aviaticus "Lawinka" (unser kleiner Talismann), Carlos, Nighty, Ceddy, Borboletta und Leslie. Ein erfolgreicher und arbeitsreicher Trainingstag geht zu Ende - ein Tag an dem die jungen Greyhounds wieder viel gelernt haben und ein Stück weiter gekommen sind auf ihrem langen Weg in das Erwachsensein. Ob sie jemals in ein Rennen geschickt werden, hängt von ihren Besitzern ab, aber sie sollen laufen dürfen, denn das ist das, wofür sie leben. Das Training ist dafür da, den Hund in Ruhe an den Sport heranzuführen, wie auch die neuen Besitzer. Und auch dafür, den Spaß am Rennen zu wecken - sowohl beim Hund als auch beim Herrchen.